
Kennt ihr auch das Büromonsterchen Leo Muffelkopf?
Im Großraumbüro lebte ein unsichtbares, graues Wesen namens Leo Muffelkopf. Es liebt es, sich von kleinen Ärgernissen zu ernähren und schlechte Stimmung zu verbreiten. Drucker kaputt? Kaffee leer? Perfekte Mahlzeit!
Sein Lieblingsspiel: schlechte Laune in winzigen Portionen durchs Büro pusten, so war bald das ganze Büro infiziert.
Nur Lachen und Freundlichkeit konnten das Monster schrumpfen lassen. Ein „Danke!“, ein Stück Schokolade oder ein ehrliches Lächeln vertrieben es manchmal für einen kurzen Moment – bis zur nächsten Gelegenheit, sich sattzufressen.
Ganze Geschichte lesen...
Im Herzen des Großraumbüros lebte ein kleines, aber sehr gefräßiges Wesen namens „Schlechte Laune“ - sein Name: Leo Muffelkopf. Es war ein unförmiges Monsterchen mit einer Haut so grau wie ein verregneter Montag und Augen, die glimmten wie die letzten Minuten vor Feierabend. Niemand wusste genau, wo es herkam, aber alle kannten seine Wirkung.
Leo Muffelkopf hatte eine erstaunliche Fähigkeit: Es konnte sich von jeder noch so kleinen Unannehmlichkeit ernähren. Wenn der Drucker streikte, schnappte es sich diese winzige Frustration und wuchs. Wenn der Kaffee leer war, schlürfte es die Enttäuschung auf und wurde runder. Und wenn ein Kollege mürrisch ins Büro kam, inhalierte Leo die gereizte Stimmung wie einen köstlichen Duft.
Doch Schlechte Laune war nicht zufrieden damit, nur zu wachsen. Es liebte es, sich zu vervielfältigen. Sobald es dick und prall gefüllt war, pustete es winzige, unsichtbare Schlechte-Laune-Kügelchen in die Luft. Diese setzten sich unbemerkt auf Tastaturen, Schreibtischstühle und Telefonhörer.
„Warum antwortet mir niemand auf meine E-Mails?“, murrte ein Mitarbeiter plötzlich, während er einen Kügelchenstoß einatmete. „Warum ist es hier so kalt?“ klagte ein anderer, infiziert von einem weiteren Partikel. Bald war das ganze Büro erfüllt von schlechter Stimmung, und Muffelkopf kugelte sich vor Lachen.
Es gab nur eine Sache, die das Monster verabscheute: Lachen. Wenn jemand trotz allem einen Witz machte oder einfach freundlich blieb, schrumpfte das Monsterchen ein wenig. Ein echtes, herzliches Lachen konnte es sogar aus einem Raum vertreiben.
Doch solche Momente waren selten. Die meisten Tage verbrachte Schlechte Laune damit, das Büro wie eine unsichtbare, graue Wolke zu umkreisen, jede Gelegenheit nutzend, um dicker und mächtiger zu werden. Und so lebte es weiter, das kleine Monsterchen, immer auf der Jagd nach dem nächsten Anflug von Unmut.
Manchmal allerdings – wenn jemand die Sonne draußen bemerkte, ein Kollege eine Schokolade auf den Tisch legte oder einfach ein „Danke!“ durchs Büro hallte – schlich sich Leo Muffelkopf mit einem genervten Grummeln davon. Für einen kurzen Moment war das Büro dann frei von seiner Last.
(AMW)